Am 7. Oktober jährt sich zum 25. Mal die Seligsprechung der 1955 im Alter von nur 41 Jahren verstorbenen Schwester Maria Euthymia.
Die Leiterin des Euthymia-Zentrums der Clemensschwestern in Münster, Sr. M. Elisabethis Lenfers, und ihre Mitarbeiterin Klara Schulze Hannöver kamen daher am letzten Samstag nach Bösensell, um in der Kirche St. Johannes Bapt. die „Euthymia-Glocke“ zu besichtigen. Diese war im Jahre 1988 zusammen mit einer weiteren, Antonius dem Einsiedler gewidmeten Glocke von der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen und anschließend vom damaligen Bösenseller Pfarrer Wilhelm Geier vor ihrer Aufhängung im Westturm geweiht worden.
Auch die in Bösensell aufgewachsene Barbara Gorschlüter sowie deren Kollege Franz-Josef Neutzler, die beide zu Münsters Gästeführer-Team Stadtlupe e.V. gehören und zusammen mit dem Heimatverein Bösensell diese Glockenbesichtigung vorbereitet hatten, waren gekommen.
Anwesend waren auch Manfred Große-Höckesfeld, Matthias Foschepoth und Eugen Kölker vom Vorstand des Bösenseller Heimatvereins, ebenso wie der Organist Matthias Brüggemann und dessen als Küsterin fungierende Ehefrau Karin. Nach kurzen Erläuterungen durch Manfred Große-Höckesfeld auf dem Kirchplatz betrat die Gruppe den Innenraum der Kirche und wagte schließlich den Aufstieg in den Westturm. Die „Euthymia-Glocke“ wurde nicht nur besichtigt (ebenso wie die anderen fünf Glocken), denn Karin Brüggemann ließ sie auch erklingen. Außerdem bot ihr Ehemann Matthias eine Kostprobe der klanglichen Möglichkeiten der Bösenseller Orgel.
Die Gäste aus Münster zeigten sich beeindruckt, und bei einer anschließenden Besprechung in der Sakristei äußerte sich Schwester M. Elisabethis begeistert über den Kontakt mit einer Kirchengemeinde, in der das Andenken an die selige Sr. Maria Euthymia eine Rolle spielt. Zu ihrer großen Freude konnte ihr Matthias Foschepoth Aufnahmen vom Besuch der Glockengießerei durch etliche Bösenseller Gemeindemitglieder während der Herstellung sowie von der Glockenweihe im Jahre 1988 aushändigen. Abschließend gab es auch einen Ausblick auf Veranstaltungen anlässlich des 25. Jahrestags der Seligsprechung Anfang Oktober.
Eugen Kölker (Bildmaterial Matthias Foschepoth)








