SonntagsWorte mit Andrea Nahles
Eloquent und humorvoll. Nachdenklich und visionär. Kritisch und katholisch. Viele Attribute passten zum Glaubenszeugnis von Andrea Nahles, das sie in der Pfarrkirche St. Laurentius im Rahmen der SonntagsWorte gab.
Die frühere SPD-Vorsitzende begann mit einer Analyse der aktuellen politischen Lage. Dabei betonte sie ihr Unverständnis über das gewaltsame Handeln des US-amerikanischen Präsidenten und lobte ausdrücklich die klugen und friedensstiftenden Worte des Heiligen Vaters, Papst Leo.
Weiter berichtete Nahles darüber, wie es ihr selbst nach dem Rücktritt von der SPD-Spitze im Jahr 2019 schwer gefallen sei, den Groll zu beherrschen und Rache durch Frieden zu ersetzen. Über zwei Jahre habe es bedurft, dass sie wieder friedlich mit ihren Widersachern von einst im Gespräch sein konnte.
Die Sprecherin der Bundesanstalt für Arbeit mahnte zum Ausgleich und zum Suchen nach Gerechtigkeit. Die Sprache verrate häufig die verrohende Tendenz in der Gesellschaft. Da könne jeder anfangen, Frieden zu stiften.
Das Publikum war begeistert und lohnte es der früheren Arbeitsministerin mit standing ovation.
Pfarrer Oliver Rothe bedankte sich für den ehrlichen Vortrag und den Optimismus den Nahles als Glaubenszeugin verbreitet habe. Am Ende waren sich viele Zuhörer einig, dass hier mal wieder ein Höhepunkt der SonntagsWorte stattgefunden hat. Andrea Nahles war ein sympathischer Gast und eine Frau, die für den katholischen Glauben eine gute Werbung ist.
Die nächsten SonntagsWorte finden statt am Sonntag, 17. Mai 2026, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius. Dann wird die Medizinerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers kommen, um aus ihren Hilfsprojekten im Benin und in Syrien zu berichten.




