„Gott zur Ehr und den Menschen zur Freude“
Samstag, 4.7., 18.30 Uhr, St. Laurentiuskirche: Das Nachmittagsprogramm war erfolgreich gelaufen. Hundert Jahre Kirchenchor St. Laurentius Senden! Und da zog Organist Christian Bettels – der die mit der Chorleitung beschäftigte Felicitas Gerwin unterstützte – „gefühlt“ sämtliche Register. Als die Orgel brausend und jubelnd einsetzte, war klar: Jetzt kommt der Höhepunkt der Feier!
Dank einer – wie Pfarrer Dr. Rothe glaubhaft versicherte – eigens zur Stärkung von Singstimmen ausgewählten Weihrauchsorte konnte nun nichts mehr schiefgehen! Kernpunkt des Festgottesdienstes war die mit der Chorgeschichte besonders verbundene „Dreikönigin-Messe“ von Paul Jenkner. Eine mit Herzblut, Liebe und Frömmigkeit geschriebene, sehr melodische und mit zahlreichen Lautstärke- und Tempowechseln auch sehr dynamische Messe, die der Chor unter Felicitas Gerwins meisterhaftem Dirigat in der gut gefüllten Kirche ausdrucksstark und treffend intonierte.
Wie der Chor erhielt auch Pfarrer Dr. Rothe begeisterten Applaus für seine Predigt. Er bescheinigte dem Chor „Demut“, die Rücksicht aufeinander, um einen Gesamtklang entstehen zu lassen. Dazu „Geist“, den Atem Gottes, der – wie die Luft in der Orgel pfeife – diesen Klang auch hörbar macht, Glauben, Hoffnung und Liebe weckt. Und schließlich „Erquickung“ dadurch, dass dieser Klang die Herzen öffnet für die Frohe Botschaft. „Gott zur Ehr und den Menschen zur Freude“ – den Titel der Chor-Festschrift griff Dr. Rothe in diesem Zusammenhang gern auf!
„Demut“, „Geist“ und „Erquickung“ prägten auch die anschließende fröhliche Feier auf dem Kirchplatz. Das CoverDuo „Rock de Luxe“ sorgte für die musikalische Untermalung, zahlreiche Helferinnen und Helfer kümmerten sich um das leibliche Wohl. Der Wind, der nachmittags noch an den Festzelten gerissen hatte, hatte sich gelegt, vom Himmel kam Segen, aber nicht in nasser Form, so dass das Fest munter seinen Lauf nehmen konnte mit Tanz, interessanten Gesprächen und Begegnungen von Menschen, die einander lange Zeit nicht gesehen hatten.
Ein großer Dank gebührt den vielen Helferinnen und Helfern: Der Küsterin, Frau Hannemann, die die Kirche liebevoll geschmückt hatte, dem Hausmeister, Herrn Feldmann, der überall zu finden war, wo seine Hilfe gefragt war, den Messdienern für den Auf- und Abbau der Zelte, Tische und Bänke, den Landfrauen, den Pfadfindern und weiteren Ehrenamtlichen für das leibliche Wohl. Und wenn dann die Feier ausklang mit „Völlig losgelöst“, „Verdamp lang her“ und – buchstäblich – mitreißenden, spontan hingelegten Schunkelliedern des aus Jessen angereisten Frauenchores, dann war spürbar: Das war eine gelungene Feier, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird!
Bild1: Kirchenchor St. Laurentius mit Pfarrer Dr. Rothe und ehemaligen Mitgliedern nach der Festmesse.
Bild2: Noch spät am Abend wurde kräftig geschunkelt!
Text: Ulrich Kaspar
Fotos: Christine Operhalsky


