Gott im leisen Säuseln der Sommerkirche

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Ein schattiges Plätzchen unter dichtem Blätterdach, eine spürbare Gemeinschaft über alle Ortsteilgrenzen hinweg und eine herzliche Begrüßung: Die Sommerkirche an der St. Johannes der Täufer-Kirche in der Venne lockte am Sonntag traditionell wieder viele Gläubige an, um am Spieker gemeinsam Messe zu feiern.

Die Predigt von Pfarrer Oliver Rothe verknüpfte die starken Texte der Liturgie des 19. Sonntages im Jahreskreis. Der Text des Matthäusevangeliums führte die Gemeinde auf den See Genezareth: Die Jünger kämpfen im Boot gegen den heftigen Gegenwind und die Wellen. Als Petrus versucht, Jesus auf dem Wasser entgegenzugehen, erschrickt er vor der Kraft des Windes und sinkt, bis Jesus ihm augenblicklich die Hand reicht.

Diesem Moment der Angst und des Zweifelns, aber auch der Gottesnähe, stellte Pfarrer Rothe die alttestamentliche Erfahrung des Propheten Elija aus der ersten Lesung aus dem ersten Buch der Könige gegenüber. Dieser entdeckt Gott nicht im gewaltigen Sturm, nicht im Erdbeben und auch nicht im Feuer, sondern in einem ganz leisen Windhauch. Die Botschaft der Predigt berührte: Auch wenn uns im Leben der Gegenwind ins Gesicht bläst und wir den Halt zu verlieren drohen, zeigt uns Gott seine Nähe oft im sanften Säuseln und in den stillen, unscheinbaren Momenten des Alltags. Genau wie an diesem Morgen unter den schattigen Bäumen der Venne.

Mit großer Freude hieß die Gemeinde am Ende der Heiligen Messe ein neues Gesicht willkommen. Mit herzlichem Applaus wurde Schwester Alexandra Guterres als neues Mitglied der Ordensgemeinschaft Verbum Dei in der Venne offiziell begrüßt. Bei guten Gesprächen im Schatten der Bäume klang die gelungene Sommerkirche am Spieker harmonisch aus.