Laurentiusfest

Der Heilige mit dem Rost!

Am Sonntag den 14. August feierte unsere Pfarrei ihren Schutzpatron, den heiligen Laurentius. Während des feierlichen Hochamts fand eine Prozession mit dem Reliquiar des Märtyres statt. 

Die Festpredigt von Pfarrer Dr. Oliver Rothe beschäftigte sich mit dem Mut, den wir Christen mit unter auch in der heutigen Zeit aufbringen, so wie es einst Laurentius tat. Aus diesem Grund sollten wir ihn als Vorbild in vielen alltäglichen Lebenssituationen sehen.  

 

Am 10. August feiern wir in der Kirche das Fest des Heiligen Laurentius, des Pfarrpatrons unserer Kirche. Um den Tod von Laurentius gibt es verschiedene Überlieferungen und Legenden. So soll Papst Sixtus II. kurz vor seiner Enthauptung durch Kaiser Valerian das Kirchenvermögen an Laurentius übergeben haben. Dieser verteilte es an die Leidenden und Armen. Auf die Frage des Kaisers nach dem Kirchenvermögen soll er geantwortet haben, die Armen seien das Vermögen der Kirche. Daraufhin ließ Valerian Laurentius hinrichten. Der Überlieferung nach soll er enthauptet worden sein, die Legenden sprechen jedoch von einem Märtyrertod auf einem glühenden Rost über stetig unterhaltenem Feuer. Diese Legende findet sich auch in vielen Bildern und Skulpturen des heiligen Laurentius wieder, in denen er mit einem Grillrost dargestellt wird.

Für uns als Pfarrei stellt das Beispiel des Heiligen Laurentius jedenfalls ein Vorbild da, wenn es um den Blick auf die am Rand der Gesellschaft stehenden Menschen geht. Leidende und Arme werden mitunter als Last in unserer Gesellschaft gesehen. Wenn wir die Perspektive unseres Pfarrpatrons einnehmen, erfahren sie eine besondere Aufwertung. Für uns besteht der Auftrag, bei uns vor Ort, in unserer Gemeinde an die Ränder zu gehen, um auf die Bedürfnisse der Armen und Leidenden zu schauen und ihnen die frohmachende Botschaft Jesu Christi zu verkünden: „Was Ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.“ (Mt 25,40).