Gebet des Monats

Eine Arbeitsgruppe aus den Reihen des Pfarreirats der fusionierten Gemeinde St. Laurentius hat es sich zur Aufgabe gemacht, monatlich ein Gebet zu veröffentlichen, welches in allen Kirchen der Gemeinde ausgelegt wird und auch auf dieser Seite zu finden ist. Bei diesen Gebeten handelt es sich um ganz besondere Gebete, selbstgeschriebene, oder besonders lieb gewonnene Gebete von Personen des öffentlichen Lebens oder von Privatpersonen, die ihre Gebete zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen möchten. Wer diesen Wunsch verspürt, kann sein Gebet den jeweiligen Pfarrbüros (pfarrbuero@laurentius-senden.de) zukommen lassen, oder diese an Georg Jacobs, Christa Kuhlmann oder Marianne Artmeyer weiter geben.

Ein Gebet für alle Menschen

November 2018

Du, unser Gott und Vater, wir bitten dich 
für alle Menschen auf der Welt, 
dass sie einander lieben und einander 
glücklich machen: Für alle Kinder, dass 
ihnen nichts Böses zustoße und dass 
sie fröhlich heranwachsen; für alle 
Menschen, dass sie helfen eine
heile Welt aufzubauen, so wie du, 
unser Herr und Gott, es willst; 
für alle Kranken, dass sie Geduld haben 
und dass du ihnen beistehst.

Herr, wir bitten dich auch für die Menschen, 
die etwas Böses vorhaben und anderen 
Schaden zufügen wollen, dass sie das 
Böse nicht tun. Wir bitten dich für alle 
traurigen Menschen, dass sie Freunde 
finden und fröhlich werden.

Herr, schenke uns den Frieden zwischen
allen Menschen. Hilf, dass alle Menschen 
an dich glauben und dich ehren.

Aus dem Buch: „Liebe alte Kindergebete“ von Thomas Schleiff

Unterwegs sein

Oktober 2018

Unterwegs sein heißt:
Auf einem Weg sein, der kein Ziel ist,
sondern zum Ziel führt.
Unterwegs sein heißt:
Mit Überraschungen rechnen,
auf Kurven gefasst sein,
an Kreuzungen Entscheidungen treffen.
Bei Hindernissen aufpassen
und nicht auf der Strecke bleiben.
Unterwegs sein heißt: Leben.
Der Weg ist Christus.
Das Leben ist Christus.
Die Wahrheit ist Christus.
Der wahre, lebendige Weg ist Christus.

Marien Bittgebet:

September 2018

Alles möchte ich dir erzählen,
alle Sorgen, die mich quälen,
alle Zweifel, alle Fragen
möcht` ich, Mutter, zu dir tragen.
Wege, die ich selbst nicht kenne,
liebe Namen, die ich nenne,
Schuld, die ich mir aufgeladen,
andern zugefügter Schaden,
Ärgernis, so ich gegeben,
all mein Wollen, all mein Streben,
mein Beraten, mein Verwalten,
mein Vergessen, mein Behalten,
mein Begehren, mein Verzichten
und mein Schweigen und mein Richten.
Alle kleinen Kleinigkeiten,
die so oft mir Müh bereiten,
jedes Lassen, jede Tat,
Mutter, du vom guten Rat,
leg ich alles in die Hände,
du führst es zum rechten Ende. AMEN.

(Verfasser unbekannt)

 

Urlaub

Juli / August 2018

Urlaub braucht seine Zeit,
bis die Tage den anderen Rhythmus lernen
und langsam im Takt der Muße schwingen.
Das braucht seine Zeit, bis die Alltagssorgen
Ruhe finden,
die Seele sich weitet und frei wird vom
Staub des Jahres.
Hilf mir in diese andere Zeit, Gott.
Lehre mich die Freude und den frischen Blick
auf das Schöne.
Den Wind will ich spüren, die Luft will ich schmecken.
Dein Lachen will ich hören, deinen Klang
und in alledem deine Stille.

Carola Moosbach (Aus dem Pfarrbrief Leidenchristi. München)

"Ewiger Gott"

Juni 2018

Ewiger Gott
du gehörst keiner Kultur und keinem Land,
sondern du bist Herr über alles.
Du rufst uns, die Fremden in unserer Mitte willkommen zu heißen.
Hilf uns durch deinen Geist,
als Brüder und Schwestern zu leben,
die alle Menschen in deinem Namen gastfreundlich aufnehmen
und in der Gerechtigkeit deines Reiches bleiben.
Darum bitten wir in Jesu Namen.
Amen.

(Verfasser unbekannt)

„Das Gebet“

Mai 2018

Gott, gib uns ein reines Herz, das versteht,
was Frieden bedeutet.
Lass uns begreifen, was dein Friede ist.
Dann können wir wirkliche Friedensstifter sein in unserer Welt.
Schenke uns deine Gnade, damit wir nicht von
Trägheit, Gleichgültigkeit oder Furcht besiegt werden.
Lass uns hellwach einstehen für Frieden.
Gib uns den festen Willen und die Stärke,
den Weg des Friedens ausfindig zu machen und ihm zu folgen.
Lass uns beitragen zu einer friedfertigen
Stimmung in unseren Häusern und auf unseren Plätzen.
Mögen wir uns einsetzen für eine Kultur des
Friedens zwischen allen Völkern.
Schenke uns Weisheit, damit wir unser Leben
auf dem festen Grund des Friedens aufbauen.
Lass die Welt durch unseren liebevollen Umgang
miteinander erkennen, dass du die Quelle des Friedens bist.
Wir vertrauen auf die Zusage deines Sohnes Jesus
Christus: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen
Frieden gebe ich euch. Nicht einen Frieden, wie die
Welt ihn gibt, gebe ich euch. Lasst also eure Herzen
nicht bekümmert sein und voller Angst.“
So wollen wir andere teilhaben lassen an dem
Frieden, den wir bereits erhalten haben, während
wir gleichzeitig auf dem Weg unseres Lebens in
dieser Welt, sehnsuchtsvoll auf die Vollendung
deines Friedens hoffen.
Amen.


Abba Petros Berga

Steh mir bei

April 2018

Du Gott all jener, die zwischen allem stehen.
Zwischen dem Heute und dem Morgen,
Zwischen dem Glauben und dem Zweifeln.
Zwischen dem Wollen und dem nicht Können.
Steh mir bei auf meiner Suche Nach dem Sinn im Leben,
nach der Liebe, nach dir.

Maria Radziwon

Wenn wir Angst haben

März 2018

Herr, unser Gott!
Wenn wir Angst haben,
dann lass uns nicht verzweifeln!
Wenn wir enttäuscht sind,
dann lass uns nicht bitter werden!
Wenn wir gefallen sind,
dann lass uns nicht liegen bleiben!
Wenn es mit unserem Verstehen und unseren Kräften zu Ende ist,
dann lass uns nicht umkommen!
Nein, dann lass uns deine Nähe und deine Liebe spüren!

Am Brunnen

Februar 2018

Am Brunnen erinnern wir uns unseren Ursprungs, Gott, Quelle des Lebens.
Am Brunnen spüren wir Tiefe, die Tiefe des Reichtums und der Erkenntnis Gottes.
Am Brunnen vor Gott reinigen wir uns für einen neuen Anfang.
Wir trinken aus deiner Quelle und spüren deine Fülle in uns.
Auch wenn die Brunnen aus unserem Alltag verschwinden, die Sehnsucht bleibt.
Die Sehnsucht nach dem, was war, was nicht mehr ist, aber was wieder sein sollte.
Gott, Quelle des Lebens, du sprudelst in uns unversiegbar, ausdauernd.
Du sprudelst in uns.
Wir schöpfen aus dir.

(Hanna Köhler)

Neujahrssegen

Januar 2018

Herr, segne den ERSTEN TAG und den LETZTEN TAG.
Segne die Stunden, die mir vergönnt sind.
Meine Hände sollen segnen, was sie anfassen.
Meine Ohren sollen segnen, was sie hören.
Meine Augen sollen segnen, was ihnen begegnet.
Segen komme von meinen Lippen.
Herr, lass mich nicht aus deinen Augen, deinen Händen, deinen Ohren, deinem Herzen.
An diesem TAG und an ALLEN TAGEN des JAHRES 2018.

Kindergebet - In Frieden miteinander

Dezember 2017

Lieber Vater im Himmel,
du willst alle Menschen glücklich machen.
Du freust dich, wenn wir in Frieden miteinander leben.
Du möchtest, dass wir einander lieb haben.
Du willst nicht, dass jemand traurig ist.
Vater im Himmel, hilf uns, dass wir Menschen einander froh machen.
Herr Jesus Christus, wir bitten dich: Komm zu uns in unser Leben.
Komm in unser Herz und vertreibe alles Dunkle.
Mach es hell und freundlich in unseren Herzen und zwischen den Menschen.

(Aus dem Buch: Liebe alte Kindergebete)

Herr lehre mich beten November 2017

Herr, lehre mich beten.
Laß mich immer wieder anfangen,
dich zu suchen und mit dir zu reden.
Ich will das Gespräch mit dir nicht abreißen lassen.
Ich möchte nicht einsam bleiben.
Ich weiß nicht, wie ich mit dir reden soll;
doch du verstehst, was ich sagen wollte.
Du kennst meine Gedanken.
Herr lehre mich beten.

loslassen September 2017

herr
ich lasse los
zu allererst mich selbst
meine vorstellungen vom leben
meine vorurteile über andere
den neid auf so viele
die es besser haben als ich
meine sorge vor so vielen
die es schlechter haben als ich 

herr
ich lasse los
meine vorbehalte
gegenüber meinen feinden
meine abhängigkeit
von meinen freunden
meine sehnsucht nach anerkennung
meine undankbarkeit trotz größtem glück

nimm in deine hände
was wehmütig ich dir überlasse
lege deinen segen auf alles
was deinem frieden dient

Ein Feriengebet Juli 2017

Lass mich langsamer gehen, Herr!
Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das
Stillwerden meiner Seele.
Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf
die weite Zeit der Ewigkeit.
Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen
Berge.
Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die
sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung
lebendig sind.
Lass mich die Zauberkraft des Schlafens erkennen, die mich
erneuert.
Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.
Lass mich langsamer gehen um eine Blume zu sehen, ein paar
Worte mit einem Freund zu wechseln, einen Hund zu
streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.
Lass mich langsamer gehen, Herr,
und gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen
Grund zu senken,
damit ich empor wachse zu meiner wahren Bestimmung.